Focus

Hast du schon mal eine Spiegelreflexkamera bedient? Da gibt es ja vorne beim Objektiv immer einen kleinen Schalter für AF und MF, automatischen Fokus und manuellen Fokus. Wenn die Kamera auf automatischem Fokus eingestellt ist, sucht sie selbst das nächstbeste Motiv und stellt dieses scharf, beim manuellen Fokus hast du als Fotograf die volle Kontrolle darüber was du fokussierst und was nicht.

Als ich über mein Leben und über die Gedanken, die ich mir über verschiedene Dinge mache, nachgedacht habe, fiel mir auf einmal diese Kamera ein. Denn auch wir haben die Entscheidung zwischen automatischem und manuellen Fokus. Fokussieren wir uns mit unseren Gedanken einfach auf das was uns als erstes vor Augen stößt oder entscheiden wir uns bewusst für einen bestimmten Fokus? Dieser Fokus kann sehr entscheidend sein, denn er bestimmt deine Gedankenwelt und damit deine Gefühle. Wenn du dich auf traurige oder instabile Dinge fokussierst ist es nur logisch, dass du traurig und instabil wirst. Aber andersrum funktioniert das genauso. In 2. Samuel 22,2 wird Gott als Fels beschrieben, als fester und stabiler Standpunkt, den niemand umstürzen kann. Macht es nicht Sinn sich auf diesen Fels zu fokussieren? Ich glaube wenn unser Fokus auf Gott liegt, dann bleiben wir auch in harte Zeiten stabil, weil das auf das wir uns fokussieren stabil bleibt, egal wie stark draußen der Sturm tobt.

Du, Herr, bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, du bist meine sichere Zuflucht, mein Beschützer, mein starker Helfer, meine Festung auf steiler Höhe! Zu dir kann ich fliehen, du schützt mich vor aller Gewalt.
(2. Samuel 22,2+3)

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