Die Fernsehblockade

Meine Mama hat einen ziemlich guten Weg gefunden, das Fernsehgucken so unangenehm wie möglich zu gestalten. Sie hat auf eine kleine Leinwand das Wort „Jesus“ draufgemalt und dann dieses Bild vor den Flachbildschirm gestellt. So muss man jetzt jedes Mal wenn man Fernseher gucken will, dieses kleine Bild beiseite schieben. Und wenn ich genauer darüber nachdenke, ist das irgendwie ein recht gutes Bild: Wir schieben Jesus beiseite, um Fernseher zu gucken.

So oft schieben wir Jesus beiseite, um uns anderen Dingen zu widmen. Ob es jetzt der Fernseher, der Computer, das Handy oder etwas ganz anderes ist. So oft ignorieren wir Jesus und lassen ihn links liegen, weil wir glauben, dass wir mit den Alternativen besser bedient sind. Und so oft würde Jesus uns noch mehr zeigen und geben, aber wir bekommen das garnicht mit, weil wir viel zu fokussiert auf unsere „moderne Götzen“ sind. Vielleicht fühlt sich Jesus manchmal so ein bisschen wie ein Außenstehender, den wir nur mal Sonntags im Gottesdienst dazu holen. Ansonsten steht er eher an der Seite.

Das erinnert mich ein bisschen an das Lied „How He Loves Us“. Da heißt es im Vers:

He is jealous for me

Jaaaaa, Gott ist eifersüchtig. Denn er möchte gerne, dass wir Zeit mit ihm verbringen. Dass wir uns ihm ganz hingeben. Dass unser Leben einem 24/7 Lobpreis gleicht.

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